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Scaled Agile Framework

Das Scaled Agile Framework – Was ist SAFe? #1

In meinen letzten beiden Blogs habe ich die Herausforderungen und Lösungen erläutert, die mit „Scaling Agile“ einhergehen. In diesem Blog erörtere ich das bekannteste agile Scale-Up-Modell: das Scaled Agile Framework (SAFe).

 

SAFe, das Akronym für Scaled Agile Framework, ist von allen agilen Frameworks wahrscheinlich das am weitesten verbreitete. SAFe wurde 2011 vom Unternehmensberater und Softwareentwickler Dean Leffingwell herausgebracht und wird weltweit vom Herausgeber Scaled Agile verbreitet.

 

Was ist SAFe?

SAFe ist ein Framework: eine Sammlung verschiedener Methoden, Prinzipien und Ansätze, mit denen stagnierende Unternehmen die Probleme angehen können, die sie auf ihrem Weg zu mehr Agilität erfahren. Die Beschreibung, die Scaled Agile verwendet, lautet: „eine Wissensdatenbank mit bewährten, integrierten Prinzipien, Praktiken und Kompetenzen zur Erreichung von Business Agility unter Verwendung von Lean, Agile und DevOps“.

SAFe ist noch gar nicht so alt – der Startschuss fiel im Jahr 2011. Doch in seinem erst jungen Dasein hat es schon mehrere Versionen gegeben: Zurzeit sind wir bei der Version 5.0. Die an Scaled Agile beteiligten Berater und deren Partner entdecken immer wieder neue Elemente, mit denen das Framework dann ausgebaut wird.

 

Alles SAFe…?

Menschen, die SAFe gerade erst kennenlernen, sind oft eingeschüchtert – schließlich ist es eine ziemlich große Sammlung von Ideen und Techniken. Es handelt sich jedoch um ein Framework, nicht um eine Gebrauchsanweisung: Es muss also nicht komplett oder in einer festgelegten Reihenfolge übernommen, auswendig gelernt und angewendet werden. In der Praxis gibt es einige wenige Kernkonzepte und -prozesse, die für fast jedes Unternehmen anwendbar sind.

 

Tipp: Bevor Sie sich intensiver mit SAFe auseinandersetzen, ist es sinnvoll, eine Antwort auf die Frage „Was ist Agile?“ zu finden. Ohne Vorkenntnisse über Agile ist es schwierig, die Substanz von SAFe zu verstehen.

 

Der Zweck des Scaled Agile Frameworks

SAFe wurde von Dean Leffingwell geschaffen. Er hatte erkannt, dass Scrum, ein weiteres äußerst populäres Stück Theorie aus dem Bereich des agilen Denkens, mit Einschränkungen verbunden war. Diese Einschränkungen kommen meist bei größeren Entwicklungsunternehmen mit 200 oder mehr Mitarbeitern zum Tragen. Scrum ist wie gemacht für kleine, agile Teams. In größeren Unternehmen gäbe es schon bald Dutzende solcher Scrum-Teams. Diese Teams brauchen eine übergreifende Struktur, da sich sonst niemand merken kann, wer gerade woran arbeitet. SAFe bietet eine solche Struktur.

Das ist gleichzeitig auch das, was viele an SAFe kritisieren: Es wäre nicht sehr „Agile“, Teams in eine größere Struktur einzubetten. In der Praxis stellen wir jedoch fest, dass diese Struktur einfach notwendig ist, um Chaos zu vermeiden.

 

SAFe baut auf Scrum auf

SAFe basiert auf Scrum – also auf der Methode, deren Einschränkungen Dean Leffingwell erkannte. Aber er sah auch die Vorteile von Scrum: kurzzyklische Sprint Backlogs, d. h. wendig, ohne chaotisch zu werden; transparent dank der Kanban-Boards und mit einer logischen Trennung zwischen Teamcoach (Scrum Master) und inhaltlichem Experten (Product Owner).

Doch für 200 oder mehr Teams stellt SAFe das „Team of Teams“ vor: Die verwendete Metapher ist die eines Zuges mit mehreren Waggons, wobei jeder Waggon ein anderes Team repräsentiert. Das hat uns zum Agile Release Train gebracht. Darüber hinaus führt SAFe einen „Sprint of Sprints“ ein, der jedoch als Program Increment bezeichnet wird.

Das ist bei Weitem nicht der Schlusspunkt in der Serie von Einführungen und Elementen – doch der Rhythmus aus Trains und Program Increments bildet das eigentliche Fundament von SAFe. Ihnen folgen Konzepte wie Lean Portfolio Management und Value Stream Mapping sowie alles, was ein „Lean-Agile“-Unternehmen ausmacht.

 

Warum ist SAFe so populär?

Es gibt viele Frameworks, die dem Wunsch großer Unternehmen nach mehr Wendigkeit entgegenkommen. Nexus, Scrum of Scrums, Large Scale Scrum und viele andere. Der Hauptvorteil von SAFe besteht darin, dass es nicht nur agile Prinzipien und Praktiken einführt, sondern auch die Lehren aus Lean, DevOps und – in Version 5.0 – Design Thinking einbezieht. Diese wertvolle Kombination aus bahnbrechenden Ideen zu Projektmanagement, Produktentwicklung und Softwareentwicklung, integriert in einem einzigen Komplettpaket, das in vielen Großunternehmen angewendet werden kann, hat dazu geführt, dass SAFe zu dem führenden Framework für große Unternehmen geworden ist.

 

Umsetzung in Phasen

Um Unternehmen, die SAFe implementieren wollen, praktischere Tools an die Hand zu geben, hat Scaled Agile einen klaren Schritt-für-Schritt-Plan mit 12 Implementierungsschritten definiert.

Eelco Rustenburg, ein Partner bei der Gladwell Academy, hat diese gruppiert und vier einfache Schritte daraus entwickelt. Erfolgreiche Transformationen hin zu einem agilen Unternehmen haben zu diesem Schritt-für-Schritt-Plan geführt. Durch Anwendung der Ideen nach dem SAFe-Modell kann das (sehr) große Unternehmen Folgendes:

 

  1. Die Qualität seines Outputs erhöhen
  2. Mehr Arbeit erledigen
  3. Das Engagement der Mitarbeiter erhöhen
  4. Seine Versprechen schneller einhalten

 

Werfen Sie hier einen Blick auf den zweiten Blog über das Scaled Agile Framework, in dem ich näher auf den verfügbaren Content und die Anwendung des Frameworks selbst eingehen werde.

 


Über den Autor: Boris de Jong – Was ist SAFe?

Boris de Jong ist Agile Trainer und Content-Spezialist an der Gladwell Academy. Mit einem Hintergrund in den Bereichen Politikwissenschaft und Journalismus sowie Theater arbeitet Boris daran, die abstrakten Teile der agilen Arbeitsweise in Unternehmen konkreter und greifbarer zu machen. Um dies zu erreichen, verwendet er einen persönlichen, menschenbezogenen Stil. Deshalb sind seine klar umrissenen Artikel voll mit praktischen Beispielen, beschreibenden Metaphern und erzählenden Anekdoten.

Sein Talent als Storyteller und sein Wissen über Politik und Verwaltung kommen auch in seiner Arbeit als Agile Trainer zum Einsatz: Mit Gespür für den Kontext und dem sicheren Instinkt eines Storytellers sorgt er dafür, dass die agilen Methoden und Prinzipien sowohl greifbar als auch verständlich sind.

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